Eben auf dem Heimweg kam mir ein seltsamer Gedanke. Er hat zu tun mit dem Gehirn, und wie es reale Umgebungsgeräusche in Träume einbaut.

Es ist sicher jedem von uns schon mal passiert, dass ein Geräusch aus der Umgebung, während es stattfindet in unserem Traum vorkommt. Beispiel: jemand schenkt sich was zu trinken ein, dann träumen wir, wir stehen in der Küche und füllen ein Glas mit Wasser.

Mir ist nur mal aufgefallen, dass meistens die Gesamtsituation bereits früher anfängt. Im Beispiel von vorhin fängt die Situation im Traum schon damit an, dass ich in die Küche gehe und mir ein Glas aus dem Schrank nehme.

Das deutet also darauf hin, dass teile des Traumes erst dann im Gehirn entstehen, wenn sie eigentlich schon vorbei sind. So gesehen, findet das Geräusch also zum Zeitpunkt 0 statt. Genau zu diesem Zeitpunkt kann aber erst der Teil des Traums entstehen, in dem ich mir das Glas aus dem schrank nehme. Denn woher soll das Gehirn das wissen?

Wird jetzt aber zum Zeitpunkt 0 die Situation zum Zeitpunkt -1 vom Gehirn einfach "nachgetragen" so dass es sich anfühlt als wäre es früher passiert, oder träume ich zum Zeitpunkt 0 die Situation, die um -1 passiert sein müsste und höre ich im Traum dann um +1 das Geräusch von 0?

Am einfachsten wäre das alles doch, wenn man in die Zukunft sehen könnte.

Vielleicht habt ihr ja noch andere Ideen und Theorien.